Was ist PEKiP?

Die Ziele des Prager-Eltern-Kind-Programms:

  • 1. Das Kind durch Bewegungs-, Sinnes- und Spielanregungen in seiner Entwicklung begleiten

    Die Anregungen des Prager-Eltern-Kind-Programms berücksichtigen die freie und selbstständige Bewegung Ihres Kindes, seine eigene Aktivität und seine Stimmungen und Bedürfnisse. Manchmal ist also ein Angebot in der jeweiligen Situation für Ihr Baby nicht passend, dann können Sie es zu einem späteren Zeitpunkt ausprobieren. Sie werden immer sicherer werden, dies zu erkennen und ggf. mit Hilfe der Gruppenleiterin eine passendere Anregung finden und anbieten.

  • 2. Die Beziehung zwischen Kind und Eltern stärken und vertiefen

    Von Geburt an sind für uns Menschen Gesichter im höchsten Maße faszinierend. Deshalb ist in der ersten Zeit das Fixieren Ihres Gesichtes für Ihr Kind das wichtigste und spannendste Spiel. Zunächst dauert es nur wenige Sekunden bis Ihr Baby den Kopf wegdreht und Ihnen so zeigt, dass es eine Pause braucht, bevor es weiterspielen möchte. Mit der Zeit werden diese Phasen der Interaktion(aufeinander bezogenes Handeln) mit Ihrem Kind immer länger. Im Spiel erleben Sie eine innige Verbundenheit mit Ihrem Kind. So unterstützen Sie bei ihm das Gefühl der inneren Sicherheit und des Vertrauens; eine gute Basis für eine harmonische Eltern-Kind-Beziehung. Dies gewinnen Sicherheit im Umgang mit Ihrem Kind.

  • 3. Den Erfahrungsaustausch und den Kontakt der Eltern untereinander fördern

    In einer PEKiP®-Gruppe treffen sich maximal sechs bis acht Babys mit ihren Müttern oder Vätern. Die PEKiP®-Gruppe bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit anderen Müttern/Vätern auszutauschen. Oft entwickeln sich unter den Erwachsenen Freundschaften, die noch weit über die PEKiP®-Zeit bestehen bleiben. Die Gruppe bleibt in der Regel das ganze erste Lebensjahr der Kinder über möglichst gleich. Die Kurse sind unterteilt in 3 Blöcke, die jeweils aus etwa 10 Treffen bestehen. Die Treffen finden einmal wöchentlich statt und dauern 90 Minuten. Der Raum ist angenehm warm, damit die Babys nackt sein können.

  • 4.Kontakte der Kinder zu Gleichaltrigen und zu anderen Erwachsenen ermöglichen

    Sie werden beobachten, wie Ihr Baby im Schutz der bekannten Gruppensituation bereits sehr früh Spaß am Kontakt mit anderen hat. Anfangs nimmt Ihr Kind Blickkontakt auf, wenig später greift es nach den anderen Babys, wendet sich ihnen zu oder versucht sich in deren Richtung zu bewegen. Auch durch Laute, Mimik und Lächeln wird Ihr Baby ein Interesse an den anderen Gruppenmitgliedern bekunden. Noch vor kurzem war man der Ansicht, dass Kinder unter drei Jahren nicht fähig seien, Kontakt zueinander zu knüpfen: Dass sogar schon zehn Monate alte Babys miteinander spielen, war einfach undenkbar! Untersuchungen haben ergeben, wie vielfältig die Beziehungen schon sehr junger Kinder untereinander sind. Bereits ab dem dritten Monat suchen Babys zunehmend die Begegnung mit Gleichaltrigen. Mit etwa 10 Monaten beginnen die Kinder dann die Kontaktaufnahme auszubauen, indem sie z.B. ihr Spielzeug untereinander austauschen.